Über 65 Jahre Sammelleidenschaft
in Marl
Briefmarken, Münzen, Ansichtskarten, Dokumente, Medaillen
Orden, Zubehör, Nachträge
Sammeln, suchen und finden hat hier seine Heimat
Zu vielen Themen können Sammler bei uns fündig werden
Jeder Sammler ist herzlich willkommen!
Die Geschichte unseres Vereins
Am 27. November 1959 trafen sich interessierte Philatelisten im damaligen Union-Hotel an der Bergstraße in Marl-Drewer und gründeten den Briefmarken Sammler-Verein Marl. Der Verein wurde über den Landesverband der Philatelisten in NRW e.V. Mitglied im Bund Deutscher Philatelisten (BDPh).

In Marl bestanden bereits zwei Vereine: Sammler aus der damaligen Chemische Werke Hüls GmbH, eine hochkarätige Philatelisten-Riege mit erstaunlichen Sammlungen in ihrem Repertoire. Eine zweite Gruppe existierte in der Waldsiedlung in Marl-Hamm.
Sammler um den rührigen Wilhelm Tensmann und engagierte Freunde hatten eigene Vorstellungen, wünschten sich einen Verein, der ihren Sammler-Interessen entsprach.
Damals wie heute sprechen viele Gründe dafür, einem Verein für das Sammeln von Briefmarken, Stempeln, Briefen, Münzen und vielem, was es darum gibt, nach Ländern oder Themen, beizutreten.
Das hohe Potenzial für Bildung, Hobby und Gestaltung zu verwirklichen, ist unter gleichgesinnten Sammlern mit Sachverstand eher zu erreichen als ohne Kontakte und unverzichtbare Gespräche.
Grundlagen:
Die Mitgliedschaft im BDPh beinhaltet das monatliche Abonnement der "philatelie", einer hervorragend
gestalteten Fachzeitschrift. Der Marler Verein informiert darüber hinaus vierteljährlich im
MARLER POSTILLION über Internes und Interessantes aus der Philatelie. Für jedes Mitglied gehört
das kostenlose Entleihen von Geräten und Katalogen aus umfangreichem Bestand selbstverständlich dazu.
Der BDPh bietet in der Zeitschrift "philatelie" zudem kostenlose Anzeigen und gibt die von vielen Sammlern
gesuchten Jahresgaben aus. Auch interessant ist der über den Marler Verein und die mit ihm verbundenen
Händler kostengünstige Kauf oder Tausch von Briefmarken und Belegen. Seit 1986 legte Arnold
Poser, seit 1996 Hans-Jürgen Schäfers auf Tauschtagen umfangreiche Briefmarken- und Belegsammlungen
aus Rundsendungen zur Auswahl und kostengünstigem Erwerb den Mitgliedern vor. Der bis vor einigen Jahren
als Schatzmeister aktive Paul Gardhoff richtete eine Webseite des BSV ein, die von Mitgliedern und vielen
Philatelie-Interessierten gut angenommen wurde. Seit seinem aus gesundheitlichen Gründen bedingte Ausscheiden
aus dem Vorstand wurde Jörg Schneider Webmaster.
Nach seinem Tod verwaiste unseren Internetauftritt ein wenig. Ab 2024 übernahm Dirk Korczikowski
als Webmaster die Homepage. Grundlage für die Homepage ist jetzt eine modernes php mit html.
Neue Sicherheitsstandards wie Hypertext transfer protocol secure (https) wurden eingerichtet.
Des Weiteren wurden Mehrstufige Formatvorlagen mit Hilfe von CSS (Cascading Style Sheets) implementiert.
Es gibt viele weitere Gründe, beim Briefmarken-Sammler-Verein Marl 1959 e.V. Mitglied zu werden.
Zum Glück konnten wir den Mitgliedsbetrag von 40€ pro Jahr seit einigen Jahren konstant halten.
"Väter und Nachfahren":
Im Gründungsvorstand war Wilhelm Tensmann erster Vorsitzender, Theo Wiedfeld Schriftführer, Albert Otte
Kassierer und für die Beschaffung von Briefmarken-Neuheiten war Willi Preuß zuständig.
Erfahrene und engagierte Philatelisten waren im Laufe des 50jährigen Bestehens des Vereins Vorsitzende:
- Wilhelm Tensmann von 1959-1983
- Gerd Rosin von 1984-1988
- Josef Röhling 1988
- Gerd Rosin noch einmal von 1989-1991
- Klaus Kahl von 1992-1998
- Siegfried Klawuhn von 1998-2001
- Viktor Sczesny von 2001-2006
- Klaus Kahl 2007-2019
- Gerd Mentfewitz 2019 bis Heute
Der heutige Vorstand und seine Aufgaben:
-
Gerd Mentfewitz, Vorsitzender, Repräsentation des Vereins, Leitung der Gremien und Veranstaltungen, Schriftverkehr, Spendenaktionen, Redaktion und Gestaltung des MARLER POSTILLION, Homepage, Mitgliederwerbung
- Ludger Köhler, 2. Vorsitzender, Repräsentation des Vereins, Leitung der Gremien und Veranstaltungen, Schriftverkehr, Spendenaktionen, Mitgliederwerbung
- Joachim Enax, Finanzen, Kostenverwaltung, Kontakte
- Wolfgang Tauz, Archiv, Ehrungen, Jubiläen, Meldung der Mitglieder an den NRW-Landesverband
- Klaus Kahl, Ehrenmitglied des Vereins, besondere Aufgaben
- Hubertus Guschok, Ehrenmitglied des Vereins
- Kurt Barabas, Bibliotheken-Kontakte, Literatur
- Hans-Jürgen Schäfers, Archiv, MARLER POSTILLION-Versand
- Viktor Sczesny, Spendenaktionen, Firmenkontakte, Arbeitsgemeinschaft Schule, Ausstellungsleitung, Beratung
Das Arbeitsprogramm wird seit Jahren in monatlichen Vorstandssitzungen erörtert und beschlossen. Einmal im Jahr hält der Vorstand für Grundsatzfragen eine halbtägige Klausurtagung ab.
Der Briefmarken-Sammlerverein Marl hat Münzsammler in ihren Reihen und ist Ansprechpartner für sie. Phila-Gespräche, Berichte im MARLER POSTILLION und regelmäßige Beteiligung von Münzhändlern auf Treffen und Börsen zeugen davon. Für diese Sparte war Jörg Schneider im Vorstand verantwortlich.
Nach seinem unerwarteten Tod ist das Gebiet Münzen nicht unter den Vorstandsaufgaben genannt. Wir werden dafür bald wieder einen Ansprechpartner nennen.
Treffpunkte:
Die Treffpunkte der Tauschtage, die regelmäßig, seit Jahren zweimal im Monat sonntags und donnerstags,
gehalten werden, wechselten im Lauf der Jahre:
Von November 1959 bis zum Herbst 1960 trafen sich die Sammlerfreunde im Union-Hotel, danach bis 1962 im Gasthof
Westfälischer Bauer, ab 1963 in der Gastwirtschaft Schneider, beide an der Bergstraße. Die Altdeutschen
Stuben an der Hülsstraße waren der Gastgeber ab 1972 und ab 1982 das Katholische Jugendheim der Pfarrei
St. Josef, während Umbauten als Ausweichquartier das Kolpinghaus an der Karl-Liebknecht-Straße. Das
HOT-Haus der offenen Tür Hagenbusch beherbergte die Sammlergruppe ab 1996.
Seit 2004 bis Ende 2025 war das Hans Katzer-Haus am Lipperweg, das Zuhause und der Treffpunkt
des BSV Marl. Ziemlich genau seit Jahresbeginn 2026 wurde der Hot-Hülsberg, Hülsbergstraße 198 in Marl,
das neue Zuhause und der Ort für unsere regelmäßigen Treffen. Auch ab 2026 haben wir die Möglichkeit
Räumlichkeiten in der Zeche Blumenthal 7 in Recklinghausen zu nutzen.
Die Ausstellungsrahmen des Vereins haben dort auch einen guten Lagerplatz gefunden.
Amtlicher Eintrag:
Ein besonderer Schritt war der am 1.3. 2000 erfolgte Eintrag ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Marl.
Die dazu nötige Satzung erarbeiteten Siegfried Sawitzki und Dr. Günter Lürken. Grundlage
der Satzung waren Bedingungen im Rahmen der Mitgliedschaft im BDPh.
Der BSV wird in der Marler Vereinsdatenbank gelistet. Der Text wird vom Verein ständig aktualisiert
und gibt Auskunft über die wichtigsten Daten. Die Vereinsdatei ist im Internet unter
https://handelsregisterauszug-online.de/vereinsregister/ort/marl
aufzurufen.
Entwicklung des Vereins:
Wie in anderen Vereinen auch. Haben viele Menschen durch die moderne Medianlandschaft (Internet, TV u.s.w.)
vielfältige Ablenkungen und Unterhaltung. Sie können sich kaum zur Mitgliedschaft in Vereinen
jeglicher Art entschließen. In vielen Bereichen ist die schulische Ausbildung auch anspruchsvoller geworden.
Das beeinflusst auch die Entwicklung unseres Vereins, deren Mitgliederzahl vor allem durch Überalterung
seit einigen Jahren niedriger werden. Wir stehen als Verein bei den Jugendlich in konkurrenz zu den oben genannten Gründen.
Obwohl auch immer neue Sammler zu uns kommen. Können die Mitgliedszahlen, duch den Wegzug aus Marl oder Tod nicht ausgeglichen.
Im Jahr 2001 hatten wir einen höchsten Stand von 107 Mitgliedern. Acht Jahre später 2008,
sind es aber nur noch 77 Mitglieder. Im Jahre 2026 angekommen zählen wir einen Stamm von 42 Mitglieder im Verein.
Nachwuchsarbeit:
Bemühungen, Interesse am Briefmarkensammeln zu wecken, führten zur
Zusammenarbeit mit der Schulleiterin Frau Petra Badners und der
Lehrerschaft der Grundschule Sickingmühle zur
Arbeitsgemeinschaft
"Briefmarke" in den Klassen 3+4.
Am 13. Februar 2004
startete
dieses Unternehmen. Als sich zu Beginn des Schuljahres 2007/08 durch
Abgang der Viertklässler die Zahl der Schülerinnen
und
Schüler auf weniger als 6 zu reduzieren drohte, machten die
verbleibenden mobil und warben für die Arbeit. Daraus wurden
12
Schülerinnen und Schüler. Neben dem Aufbau eigener
Sammlungen, die sich mit den Themen Sport, Olympia, Vögel,
Tiere,
Schiffe und Blumen beschäftigen, wurde auch die Geschichte der
Briefmarke und der Post vermittelt.
Viktor Sczesny, Hubertus
Guschok und Egon Schier, in Vertretung Hans-Jürgen
Schäfers,
Volker Behrens und Kurt Barabas, hielten bisher den Unterricht.
Neben
der Arbeit an eigenen Sammlungen wurden Tafeln mit
Briefmarkenentwürfen gestaltet, auch eine Karte des Rheins mit
Marken der am Fluss liegenden Städte, Bauwerke und Feste. Ein
Projekt galt Nordrhein-Westfalen mit Marken von Städten,
Bauwerken
und Ereignissen. 2008 wurden die 16 Bundesländer Deutschlands
mit
einer Briefmarken-Auswahl gestaltet. Tafeln wurden an
Großtauschtagen anlässlich des Volksparkfestes im
Stadtpark
in Marl ausgestellt.
Zum Abschluss jedes Jahrgangs wurde die
Marler Presse eingeladen, die informativ und umfassend über
die Arbeit berichtete.
1998
arbeiteten Eberhard Korge, Siegfried Sawitzki, Siegfried Klawuhn
seitens des BSV und Studienrat Bernd Sporkmann für das
Gymnasium
in einer Arbeitsgemeinschaft "Die Briefmarke" im Gymnasium am Loekamp.
Im Programm stand der Besuch des Frachtpostzentrums in Dorsten, woran
sich sieben Schüler und fünf Mitglieder des
Gymnasiums
beteiligten. Außerdem wurde im Internet gesurft.
Die
mit
Schülern erstellten Arbeiten wurden in einer kleinen
Ausstellung
gezeigt. Als Anerkennung für die geleistete Arbeit
überreichten die Mitglieder des BSV ein Briefalbum und eine
Fotoserie.
Jetzt (2025/26) probieren wir junge Erwachsene, aber auch ältere über persönlicher Erinnerungen
oder Erfahrungen für das Briefmarken sammeln zu gewinnen. Viel haben einen Bezug zu Ländern
so wie mal selber waren. Aber auch das nach voll ziehen von Belegen, z.B. bei Geschichtlichen
oder Geografischen Interessen, wird zurzeit populär.
Öffentlichkeitsarbeit:
Seit 1992 wird der
schon erwähnte Vereins-Rundbrief
den Mitgliedern regelmäßig mit Geburtstagen unserer
Mitglieder, Terminen, aktuellen Mitteilungen aus der Philatelie,
Meldung von Neuerscheinungen, Abbildung interessanter regionaler und
postgeschichtlicher Belege und vieles andere zugeschickt.
Seit
2006 nennen wir ihn MARLER POSTILLION und gaben ihm ein neues,
zeitgemäßes Gesicht.
Bis
Ende 2009 werden es insgesamt 88 Rundbrief-Ausgaben sein. In den ersten
Jahren unregelmäßig mit vier bis sieben Briefen
versandt,
wurden es seit 2003 regelmäßig vier Ausgaben pro
Jahr.
Von
1992 bis 1999 verfasste Klaus Kahl die Briefe Nr. 1 bis 44, ab 2000 bis
2002 schrieb Dieter Bender die Briefe Nr. 45 bis 60. Ab 2003 setzt
Hubertus Guschok die Briefe ab Nr. 61, die 2009 Nr. 88 erreichen
werden.
Auch das Vereinslogo wurde neu gestaltet.
Dokumentierte es
ursprünglich die Verbundenheit zum heimischen Revier, weist
es
nun auf die weltweiten sammlerischen Aktivitäten der Marler
Philatelisten hin.
MARLER POSTILLION

Im
Jahre 2006 gaben wir dem Vereins-Rundbrief ein neues Gesicht. Auf der
Klausurtagung im Februar wurde der Rundbrief nach Mitgliederumfrage in
MARLER POSTILLION umbenannt.
Das mit gutem Grund: Sucht man
in
postgeschichtlichen Texten nach Postillion, wird der
"Gespannführer" als Postillion bezeichnet. Er war also
Gespannführer eines Pferdefuhrwerks, das im Postbetrieb
eingesetzt
wurde, trug eine Uniform und blies das Posthorn. Damit war er
berechtigt, Postsendungen anzunehmen und hatte Vorrang beim Benutzen
der Verkehrswege, Fähren und Brücken.
Der
Postillion
wurde vom Posthalter eingestellt, der ihn auch bezahlte. Die
Postverwaltungen hatten jedoch Vetorecht, stellten auch die
Postuniform. Vor der Einführung der französischen
Bezeichnung
postillon
oder postilion
nannte man den Gespannführer Postknecht oder Postreiter.
Postreiter hießen auch einzeln reitende Postillione. Das
französische postillon stammt vom italienischen postiglione.
Umgangssprachlich
bezeichnete man früher einen Postillion auch als Schwager,
z.B. im
Lied des thüringischen Dichters Rudolf Baumbach "Hoch auf dem
gelben Wagen, sitz ich beim Schwager vorn...". Diese Bezeichnung ist
eine Verballhornung des Wortes chevalier (Reiter
).
Von
der Eigenschaft des Postillions als Botschaftsüberbringer ist
auch die Bezeichnung "postillon d´amour" (Liebesbote)
abgeleitet
und meint damit einen Beförderer von mündlichen oder
schriftlichen Nachrichten zwischen Verliebten.
So wird der
neue Name
unserer Mitteilungen gleichsam der "Gespannführer"
für uns
Marler Philatelisten, die die aktuellen Nachrichten stets mit
großem Interesse aufnehmen.
Vielleicht ermuntert
das unsere
Mitglieder, selbst einmal zur Feder zu greifen und aus ihrem Fundus
interessante Beiträge zu veröffentlichen. Das
ergäbe mit
Sicherheit Anregungen für Autoren und Leser. Die Redaktion
würde sich auf diese Weise freuen, philatelistisches Wissen
der
Mitglieder zum Wohle aller zu nutzen.
2
Silbergroschen-Marke Preußens mit dem Bild des
Preußen-Königs Friedrich Wilhelm IV., der von
1840-1858
regierte, aus der ersten Markenserie Preußens mit diesem
Motiv,
gültig vom 15.11.1850 bis 1857 während der
Blütezeit der
Postillion-Post. Der sehr seltene Vierring-Stempel Nr. 905 wurde Marl
zugeordnet und hier verwendet.
(Dr. Juergen Krueger)
Soziales Engagement:
Die
eingangs angesprochene Zusammenarbeit mit unserer Stadt und damit
verbundene Verantwortung findet sich in zahlreichen Aktionen des
Vereins:
1998 ergab sich während eines Offener Sammlertreffens
in der
Marler "Glück Auf-Schule" mit einer spontanen Sammelaktion ein
willkommener Betrag und im Jahr 2000 durch Verkauf von über 80
kg
Briefmarken eine Spende für die "Hospizbewegung Haltern".
Eine
gleiche Aktion wurde 2001 unter der Schirmherrschaft der
Bürgermeisterin Uta Heinrich veranstaltet, die der "Marler
Tafel"
einen Scheck übergab. Aus dem Mitgliedsvermögen wurde
der
"Marler Tafel" 2008 eine ansehnliche Summe gespendet. In der
Jahreshauptversammlung im Januar 2009 stimmten die Mitglieder dann
für eine ständige Mitgliedschaft im "Verein der
Marler Tafel
e.V.".
Für Geschädigte der
Jahrhundertflut in den
östlichen Bundesländern im Jahr 2002 wurden
während
eines Offener Sammlertreffens spontan € 175,00 gesammelt, die
notleidenden
Familien unserer Partnerstadt Bitterfeld übergeben wurden.
Nach
der furchtbaren Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien schloss sich der BSV
einem Vorschlag aus der Pfarrgemeinde St. Michael-Marl an, an der sich
auch die Stadt Marl beteiligte, und spendete aus einer spontanen
Sammelaktion während der Jahreshauptversammlung 2005 den
Betrag
von € 304,00 über die Partnerschaft "Zukunft
für Kottar"
für die Flutopfer einer Gemeinde in Südindien.
Der
Erls der gemeinsamen Mittagessen nach der
Jahreshauptversammlung
2007 und 2008 wurde dem "Marler Hospizverein e.V." gespendet.
2003
und 2006 wurde aus dem Vereinsvermögen und
Briefmarken-Verkäufen der "Kinderhilfe Tschernobyl-Marl e.V."
eine
Spende überwiesen, da dringend Finanzmittel für
Transporte
von Hilfsgütern und für vorteilhaften Einkauf in
Russland
benötigt wurden.
Bildung und Ausbildung:
Im
Sommer 2007 wurde den Vereinsmitgliedern der Philatelistische
Führerschein ermöglicht. Sammeln von Briefmarken
verlangt
nicht nur Pinzette, Album und Katalog, auch Kenntnisse von Echtheit,
Erhaltung, Farbbestimmung, Druck- und Trennungsarten, Gummierung oder
Zähnung.
Ludwig Gröning, Klaus
Kahl, Wolfgang
Katzer, Dr. Juergen Krueger, Rudolf Kwiatkowski, Gerhard Rosin,
Hans-Jürgen Schäfers, Jörg Schneider, Franz
Petsch und
Siegfried Wegner nahmen das Angebot des im letzten Jahr verstorbenen
Sammlerfreundes Helmut Oppitz an. Die übergabe der
"Führerscheine" erfolgte während des
Großtauschtages
2008 in der Overbergschule am Volkspark in Alt-Marl.
Die
philatelistische Ausbildung geht mit dem Diplom der Philatelistischen
Akademie Bayern e.V. noch einen bedeutenden Schritt weiter. Wir sind
stolz darauf, dass einige Vereinsmitglieder dieses Diplom, das im
Fernkurs innerhalb 1½ Jahren und einer
schriftlich-mündlichen Prüfung am Standort Hammelburg
in
Unterfranken erarbeitet wurde, erwarben. Diese Diplom-Philatelisten
unseres Vereins erhielten die Urkunde der Philatelistischen Akademie
Bayern: Viktor Sczesny 1997, Detlef Arend 1998 und Klemens-August
Mahlkemper 2008.
Der gesellschaftliche Teil:
Neben
fachlichen Vereinsaktivitäten, kamen gesellschaftliche
Veranstaltungen nicht zu kurz. Es gab gemeinsame Fahrten, z.B. 1963
nach Mondorf in Luxemburg, 1972 zur Briefmarken-Weltausstellung nach
Brüssel, 1995 zum Frachtpostzentrum nach Dorsten, 1999 zur
Briefmarken-Weltausstellung nach Nürnberg und 2004 zur
Präsentation des Buches "Auf Fahrt mit Passagieren, Fracht und
Post" durch die Koehler-Verlagsgesellschaft im Hause Hapag-Lloyd in
Hamburg.
Grillabende im Sommer, Jahresabschlussessen zum
Jahresende,
Teilnahme am Marler Besentag im Frühjahr und Besuche in Marls
Partnerstädten ergänzen das Programm.
Ehrungen und Auszeichnungen:
Im Lauf der Jahre
gab es von und für Mitglieder des BSV zahlreiche Ehrungen:
Die Ehrenplakette des BSV
erhielten:- Lothar Hentschel
am 19. Februar 1995
- Jean Lepine, Creil am 5.
März 1995
- Victor Stancherie, Creil am 5.
März 1995
- Arno Poser am 19. Januar 1997
- Franz
Petsch am 13. Januar 1998
- Heinz Poprawe am 26.
November 1999
- Gerhard Rosin am 20. Januar 2002
- Manfred
Arend im Januar 2004
Die BDPh-Urkunde in Bronze
für "Verdienste um Forschung und Philatelie" erhielt:- Hubertus
Guschok im Juni 2002
Die BDPh-Urkunde in Silber
für "Verdienste um den BDPh und die Philatelie" erhielt:
Die BDPh-Urkunde in Bronze
für "Verdienste um den BDPh und die Philatelie" erhielten:- Gerhard
Rosin im Oktober 1991
- Klaus Kahl im September
1998
- Siegfried Klawuhn im Oktober 2000
- Victor
Sczesny im Oktober 2003
- Paul Gardhoff, Wolfgang
Tauz,
- Hans Jürgen Schäfers im
April 2004
- Volker Behrens, Hubertus Guschok,
- Dr.
Juergen Krueger im April 2008
Der
BSV beteiligte sich im Jahr 2000 an der vom NRW-Landesverband des BDPh
angeregten Aktion "Kundenfreundliche Poststelle", die sach- und
wunschgerechten Umgang mit Kunden bewertete. Von sechs Poststellen
Marls bekamen drei Stellen exakt die gleiche Anzahl von 59 Stimmen der
BSV-Mitglieder und erhielten eine Ehrenurkunde: Der "Postshop
Heisterhagen" in Hüls, die Postagentur im Marler Stern und die
Postagentur Marl 1 an der Barkhausstraße in Alt-Marl.
Fachgespräche
fanden anlässlich der „Stammtische“ bis
1997 einmal
monatlich statt. Seit November 1997 nannten wir sie
"Phila-Gespräche". Eine Auswahl:
- 1997:
"Stempel, Postscheine aus den Postbereichen Alt-Deutschlands": Viktor
Sczesny
- 1998: "Der Islam in der Philatelie":
Siegfried Klawuhn
- 1998: "Geschichte der Post in
Marl": Klaus Kahl
- 1998: "Radio und Philatelie":
Dr. Gerhard Schreier
- 1998: "Sammlungsschutz beim
Erwerb von Briefmarken": Dr. Gerlach
- 1999: "Die
Feldpost in Sarajewo": Holger Broska
- 2000:
"Schiffspost": Hubertus Guschok
- 2000:
"Flugzeugtypen auf Briefmarken": Dr. Juergen Krueger
- 2002:
"Bewertung von Sammlungen": Dirk Fratzer
- 2002:
"Berliner Notopfer": Eberhard Korge
- 2003: "Wie
gestalte ich eine thematische Sammlung?": Hubertus Guschok/Dr. Juergen
Krueger
- 2003: "Die Faeroer": Franz Petsch
- 2004:
"Postbelege aus der Wendezeit": Dr. Juergen Krueger
- 2004:
"Einrahmen-Exponate": Hans Dieter Lehr
- 2004:
"Lufthansa-Erstflugbelege": Hubertus Guschok
- 2005:
"Litauen": Norbert Wünstel
- 2007: "Der
Siegeszug des Euro": Ortwin Swiderski
- 2007:
"Antike Münzen": Wolfgang Hünemeyer
Literatur des BSV:
Außer
der Publikation aktueller Berichte entstand durch Mitglieder des Marler
Vereins auch eine bemerkenswerte, in Fachkreisen beachtete Literatur,
die ein profundes philatelistisches Wissen dokumentiert:
1988
erschien im Eigenverlag von Klaus Kahl das Buch "Marler
Postgeschichte". Vier Jahre intensiver Forschung belegen von der seit
1649 bestehenden Kurbrandenburger ReitposBuch Guschok 1t über
Horneburg und Marl nach Dorsten in einer Kurzchronik der Stadt Marl die
postalische Versorgung Marls seit 1927 mit Bildern der Marler
Postämter und -stellen. In einem weiteren Teil werden
Philatelisten besonders interessierende postalische Dokumente, als
Rarität der älteste Marler Poststempel von 1845,
gezeigt.
1999
legte Klaus Kahl, ebenfalls im Eigenverlag, das Buch
"Postämter
und Stempel im Wandel der Zeit" auf. Marler Postämter,
Poststellen
und -agenturen werden für die Zeit 1890-2000 nach Ortsteilen
beschrieben. Weitere Kapitel zeigen Briefe und Postkarten von Marler
Bürgern aus der Kriegsgefangenschaft, von Arbeitsdienstlagern
in
Marl, der Ruhrgebietsbesetzung 1923 und Feld- und Lagerpost beider
Weltkriege. über 250 Marler Tages- Sonder- und
Absender-Freistempel von 1855 bis 2000 wurden abgebildet. Das Buch
wurde in Rang 3 Ausstellungen in Soest mit Vermeil, 2001 in Wuppertal
mit Silber ausgezeichnet.
2004
erschien das von Hubertus Guschok verfasste Buch "Auf Fahrt mit
Passagieren, Fracht und Post - Schifffahrtsgeschichte auf Briefmarken"
in größerer Auflage bei der
Koehler-Verlagsgesellschaft,
Hamburg. Auf 176 Farbtafeln, fast 1.000 Briefmarken, Belegen und
Stempeln in Original-Farben wurden unter dem geschichtlichen Umfeld
über 750 Handelsschiffe, die seit der Antike bis zum 1.
Weltkrieg
segelten oder dampften, detailliert beschrieben und dokumentiert.
Einleitende Kommentare, umfassendes Verzeichnis nach Geschichtsepochen,
mit Schiffsnamen- und Briefmarkenregister ergänzen das Buch
neben
philatelistischer Dokumentation auch zum Nachschlagewerk.
Das
Buch
wurde der Presse und einer großen Anzahl interessierter
Philatelisten und Schifffahrtsliebhabern vom Verlag und dem Vorstand
der Hapag-Lloyd AG im Hause Hapag-Lloyd in Hamburg, zu dem Dr. Andreas
Hahn, Leiter des Archivs für Philatelie der Museums-Stiftung
Post
und Telekommunikation, Bonn, die Würdigung hielt, vorgestellt.
Das
Buch erhielt auf zwei Ausstellungen in der Literaturklasse die
Bewertung Vermeil: In der Rang 2-Landes-Ausstellung RHEIN-RUHR-POSTA
'05 in Leverkusen und auf der nationalen Rang 1-Ausstellung NAPOSTA '09
in Essen.
2007
veröffentlichte Klaus Kahl im Eigenverlag das Buch "Die
ära
Adenauer auf Stempeln". Alle dem Verfasser bekannte Sonder-, Ersttags-,
Werbe-, Privat-, Maschinen- und Absenderfreistempel der
Bundesrepublik, aus Berlin-West und der DDR, einschließlich
DDR
Propagandastempel des Postkrieges DDR-West-Berlin 1950-1956, werden mit
über 180 Stempeln dokumentiert. Daneben werden Bilder aus
Röhndorf, seiner Rosen, Unterschriften und Porträts gezeigt.
Das
Buch bekam auf der RHEIN-RUHR-POSTA '07 im Rang 2 den Wert
Silberbronze, auf der LIPSIA '07 im Rang 1 Bronze, auf der SIEPOSTA '09
im Rang 3 Bronze. Das Exponat zum Thema erhielt hier Silber.
Der
Schwaneberger Verlag wird im Dezember 2009 in Zusammenarbeit mit der
BDPh-Arbeitsgemeinschaft NAVICULA den Michel-Motivkatalog "Schiffe"
auflegen. Hubertus Guschok, Redakteur der
NAVICULA-Enzyklopädie,
schrieb für diesen Michelkatalog die Daten des Teils Amerika,
dem
Michel die Bilddateien zuordnet.


Quellenangaben:
Abbildung 1. Umschlagseite: Archiv H. Madynski, Marl
Text "Eine gemeinsame Geschichte": nach Daten wikipedia
Abbildung Lageskizzen Haus Loe - Archiv H. Madynski, Marl
aus: Frühgeschichte bis 1914, Auflage 1993
Abbildung Signatur des Patronatsherren v. Twickel:
Archiv Wolfgang Tauz, Marl
Abbildung Pressebericht Vereinsgründung: Marler Zeitung
Abbildung Plakette Deutsche Einheit: Stadtarchiv Marl
Text "Kayserliche Reichspost 1764-1778":
nach diverser einschlägiger Literatur
Abbildung Lindenhof: Stadtarchiv MarlText "Notgeld CWH": nach Walter Haberstroh, Düsseldorf
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