Briefmarken-Sammler-Verein Marl 1959 e.V.

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Über 65 Jahre Sammelleidenschaft
in Marl

Briefmarken, Münzen, Ansichtskarten, Dokumente, Medaillen
Orden, Zubehör, Nachträge
Sammeln, suchen und finden hat hier seine Heimat
Zu vielen Themen können Sammler bei uns fündig werden
Jeder Sammler ist herzlich willkommen!


Der Anfang Väter und Nachfahren Treffpunkte Amtlicher Eintrag
Entwicklung des Vereins Nachwuchsarbeit Öffentlichkeitsarbeit Marler Postillion
Soziales Engagement Bildung& Ausbildung Gesellschaftlicher Teil Ehrungen& Auszeichnungen
Facharbeit Literatur des BSV Quellenangaben  

Die Geschichte unseres Vereins

Am 27. November 1959 trafen sich interessierte Philatelisten im damaligen Union-Hotel an der Bergstraße in Marl-Drewer und gründeten den Briefmarken Sammler-Verein Marl. Der Verein wurde über den Landesverband der Philatelisten in NRW e.V. Mitglied im Bund Deutscher Philatelisten (BDPh).

Hotel

In Marl bestanden bereits zwei Vereine: Sammler aus der damaligen Chemische Werke Hüls GmbH, eine hochkarätige Philatelisten-Riege mit erstaunlichen Sammlungen in ihrem Repertoire. Eine zweite Gruppe existierte in der Waldsiedlung in Marl-Hamm.

Sammler um den rührigen Wilhelm Tensmann und engagierte Freunde hatten eigene Vorstellungen, wünschten sich einen Verein, der ihren Sammler-Interessen entsprach.

Damals wie heute sprechen viele Gründe dafür, einem Verein für das Sammeln von Briefmarken, Stempeln, Briefen, Münzen und vielem, was es darum gibt, nach Ländern oder Themen, beizutreten.
Das hohe Potenzial für Bildung, Hobby und Gestaltung zu verwirklichen, ist unter gleichgesinnten Sammlern mit Sachverstand eher zu erreichen als ohne Kontakte und unverzichtbare Gespräche.



Grundlagen:

Die Mitgliedschaft im BDPh beinhaltet das monatliche Abonnement der "philatelie", einer hervorragend gestalteten Fachzeitschrift. Der Marler Verein informiert darüber hinaus vierteljährlich im MARLER POSTILLION über Internes und Interessantes aus der Philatelie. Für jedes Mitglied gehört das kostenlose Entleihen von Geräten und Katalogen aus umfangreichem Bestand selbstverständlich dazu.  Der BDPh bietet in der Zeitschrift "philatelie" zudem kostenlose Anzeigen und gibt die von vielen Sammlern gesuchten Jahresgaben aus. Auch interessant ist der über den Marler Verein und die mit ihm verbundenen Händler kostengünstige Kauf oder Tausch von Briefmarken und Belegen.  Seit 1986 legte Arnold Poser, seit 1996 Hans-Jürgen Schäfers auf Tauschtagen umfangreiche Briefmarken- und Belegsammlungen aus Rundsendungen zur Auswahl und kostengünstigem Erwerb den Mitgliedern vor. Der bis vor einigen Jahren als Schatzmeister aktive Paul Gardhoff richtete eine Webseite des BSV ein, die von Mitgliedern und vielen Philatelie-Interessierten gut angenommen wurde. Seit seinem aus gesundheitlichen Gründen bedingte Ausscheiden aus dem Vorstand wurde Jörg Schneider Webmaster. Nach seinem Tod verwaiste unseren Internetauftritt ein wenig. Ab 2024 übernahm Dirk Korczikowski als Webmaster die Homepage. Grundlage für die Homepage ist jetzt eine modernes php mit html. Neue Sicherheitsstandards wie Hypertext transfer protocol secure (https) wurden eingerichtet. Des Weiteren wurden Mehrstufige Formatvorlagen mit Hilfe von CSS (Cascading Style Sheets) implementiert. Es gibt viele weitere Gründe, beim Briefmarken-Sammler-Verein Marl 1959 e.V. Mitglied zu werden. Zum Glück konnten wir den Mitgliedsbetrag von 40€ pro Jahr seit einigen Jahren konstant halten.



"Väter und Nachfahren":

Im Gründungsvorstand war Wilhelm Tensmann erster Vorsitzender, Theo Wiedfeld Schriftführer, Albert Otte Kassierer und für die Beschaffung von Briefmarken-Neuheiten war Willi Preuß zuständig.

Erfahrene und engagierte Philatelisten waren im Laufe des 50jährigen Bestehens des Vereins Vorsitzende:


  • Wilhelm Tensmann von 1959-1983
  • Gerd Rosin von 1984-1988
  • Josef Röhling 1988
  • Gerd Rosin noch einmal von 1989-1991
  • Klaus Kahl von 1992-1998
  • Siegfried Klawuhn von 1998-2001
  • Viktor Sczesny von 2001-2006
  • Klaus Kahl 2007-2019
  • Gerd Mentfewitz 2019 bis Heute

Der heutige Vorstand und seine Aufgaben:

  • Gerd Mentfewitz, Vorsitzender, Repräsentation des Vereins, Leitung der Gremien und Veranstaltungen, Schriftverkehr, Spendenaktionen, Redaktion und Gestaltung des MARLER POSTILLION, Homepage, Mitgliederwerbung
  • Ludger Köhler, 2. Vorsitzender, Repräsentation des Vereins, Leitung der Gremien und Veranstaltungen, Schriftverkehr, Spendenaktionen, Mitgliederwerbung
  • Joachim Enax, Finanzen, Kostenverwaltung, Kontakte
  • Wolfgang Tauz, Archiv, Ehrungen, Jubiläen, Meldung der Mitglieder an den NRW-Landesverband
  • Klaus Kahl, Ehrenmitglied des Vereins, besondere Aufgaben
  • Hubertus Guschok, Ehrenmitglied des Vereins
  • Kurt Barabas, Bibliotheken-Kontakte, Literatur
  • Hans-Jürgen Schäfers, Archiv, MARLER POSTILLION-Versand
  • Viktor Sczesny, Spendenaktionen, Firmenkontakte, Arbeitsgemeinschaft Schule, Ausstellungsleitung, Beratung
Das Arbeitsprogramm wird seit Jahren in monatlichen Vorstandssitzungen erörtert und beschlossen. Einmal im Jahr hält der Vorstand für Grundsatzfragen eine halbtägige Klausurtagung ab.

Der Briefmarken-Sammlerverein Marl hat Münzsammler in ihren Reihen und ist Ansprechpartner für sie. Phila-Gespräche, Berichte im MARLER POSTILLION und regelmäßige Beteiligung von Münzhändlern auf Treffen und Börsen zeugen davon. Für diese Sparte war Jörg Schneider im Vorstand verantwortlich.
Nach seinem unerwarteten Tod ist das Gebiet Münzen nicht unter den Vorstandsaufgaben genannt. Wir werden dafür bald wieder einen Ansprechpartner nennen.

Treffpunkte:

Die Treffpunkte der Tauschtage, die regelmäßig, seit Jahren zweimal im Monat sonntags und donnerstags, gehalten werden, wechselten im Lauf der Jahre:
Von November 1959 bis zum Herbst 1960 trafen sich die Sammlerfreunde im Union-Hotel, danach bis 1962 im Gasthof Westfälischer Bauer, ab 1963 in der Gastwirtschaft Schneider, beide an der Bergstraße. Die Altdeutschen Stuben an der Hülsstraße waren der Gastgeber ab 1972 und ab 1982 das Katholische Jugendheim der Pfarrei St. Josef, während Umbauten als Ausweichquartier das Kolpinghaus an der Karl-Liebknecht-Straße. Das HOT-Haus der offenen Tür Hagenbusch beherbergte die Sammlergruppe ab 1996. Seit 2004 bis Ende 2025 war das Hans Katzer-Haus am Lipperweg, das Zuhause und der Treffpunkt des BSV Marl. Ziemlich genau seit Jahresbeginn 2026 wurde der Hot-Hülsberg, Hülsbergstraße 198 in Marl, das neue Zuhause und der Ort für unsere regelmäßigen Treffen. Auch ab 2026 haben wir die Möglichkeit Räumlichkeiten in der Zeche Blumenthal 7 in Recklinghausen zu nutzen. Die Ausstellungsrahmen des Vereins haben dort auch einen guten Lagerplatz gefunden.


Amtlicher Eintrag:

Ein besonderer Schritt war der am 1.3. 2000 erfolgte Eintrag ins Vereinsregister des Amtsgerichtes Marl. Die dazu nötige Satzung erarbeiteten Siegfried Sawitzki und Dr. Günter Lürken. Grundlage der Satzung waren Bedingungen im Rahmen der Mitgliedschaft im BDPh.
Der BSV wird in der Marler Vereinsdatenbank gelistet. Der Text wird vom Verein ständig aktualisiert und gibt Auskunft über die wichtigsten Daten. Die Vereinsdatei ist im Internet unter https://handelsregisterauszug-online.de/vereinsregister/ort/marl aufzurufen.


Entwicklung des Vereins:

Wie in anderen Vereinen auch. Haben viele Menschen durch die moderne Medianlandschaft (Internet, TV u.s.w.) vielfältige Ablenkungen und Unterhaltung. Sie können sich kaum zur Mitgliedschaft in Vereinen jeglicher Art entschließen. In vielen Bereichen ist die schulische Ausbildung auch anspruchsvoller geworden. Das beeinflusst auch die Entwicklung unseres Vereins, deren Mitgliederzahl vor allem durch Überalterung seit einigen Jahren niedriger werden. Wir stehen als Verein bei den Jugendlich in konkurrenz zu den oben genannten Gründen. Obwohl auch immer neue Sammler zu uns kommen. Können die Mitgliedszahlen, duch den Wegzug aus Marl oder Tod nicht ausgeglichen.
Im Jahr 2001 hatten wir einen höchsten Stand von 107 Mitgliedern. Acht Jahre später 2008, sind es aber nur noch 77 Mitglieder. Im Jahre 2026 angekommen zählen wir einen Stamm von 42 Mitglieder im Verein.


Nachwuchsarbeit:

Bemühungen, Interesse am Briefmarkensammeln zu wecken, führten zur Zusammenarbeit mit der Schulleiterin Frau Petra Badners und der Lehrerschaft der Grundschule Sickingmühle zur Arbeitsgemeinschaft "Briefmarke" in den Klassen 3+4.
Am 13. Februar 2004 startete dieses Unternehmen. Als sich zu Beginn des Schuljahres 2007/08 durch Abgang der Viertklässler die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf weniger als 6 zu reduzieren drohte, machten die verbleibenden mobil und warben für die Arbeit. Daraus wurden 12 Schülerinnen und Schüler. Neben dem Aufbau eigener Sammlungen, die sich mit den Themen Sport, Olympia, Vögel, Tiere, Schiffe und Blumen beschäftigen, wurde auch die Geschichte der Briefmarke und der Post vermittelt.
Viktor Sczesny, Hubertus Guschok und Egon Schier, in Vertretung Hans-Jürgen Schäfers, Volker Behrens und Kurt Barabas, hielten bisher den Unterricht.
Neben der Arbeit an eigenen Sammlungen wurden Tafeln mit Briefmarkenentwürfen gestaltet, auch eine Karte des Rheins mit Marken der am Fluss liegenden Städte, Bauwerke und Feste. Ein Projekt galt Nordrhein-Westfalen mit Marken von Städten, Bauwerken und Ereignissen. 2008 wurden die 16 Bundesländer Deutschlands mit einer Briefmarken-Auswahl gestaltet. Tafeln wurden an Großtauschtagen anlässlich des Volksparkfestes im Stadtpark in Marl ausgestellt.
Zum Abschluss jedes Jahrgangs wurde die Marler Presse eingeladen, die informativ und umfassend über die Arbeit berichtete.

1998 arbeiteten Eberhard Korge, Siegfried Sawitzki, Siegfried Klawuhn seitens des BSV und Studienrat Bernd Sporkmann für das Gymnasium in einer Arbeitsgemeinschaft "Die Briefmarke" im Gymnasium am Loekamp. Im Programm stand der Besuch des Frachtpostzentrums in Dorsten, woran sich sieben Schüler und fünf Mitglieder des Gymnasiums beteiligten. Außerdem wurde im Internet gesurft.
Die mit Schülern erstellten Arbeiten wurden in einer kleinen Ausstellung gezeigt. Als Anerkennung für die geleistete Arbeit überreichten die Mitglieder des BSV ein Briefalbum und eine Fotoserie.


Nachwuchsarbeit 1 Nachwuchsarbeit 2

Jetzt (2025/26) probieren wir junge Erwachsene, aber auch ältere über persönlicher Erinnerungen oder Erfahrungen für das Briefmarken sammeln zu gewinnen. Viel haben einen Bezug zu Ländern so wie mal selber waren. Aber auch das nach voll ziehen von Belegen, z.B. bei Geschichtlichen oder Geografischen Interessen, wird zurzeit populär.

Öffentlichkeitsarbeit:

Seit 1992 wird der schon erwähnte Vereins-Rundbrief den Mitgliedern regelmäßig mit Geburtstagen unserer Mitglieder, Terminen, aktuellen Mitteilungen aus der Philatelie, Meldung von Neuerscheinungen, Abbildung interessanter regionaler und postgeschichtlicher Belege und vieles andere zugeschickt.
Seit 2006 nennen wir ihn MARLER POSTILLION und gaben ihm ein neues, zeitgemäßes Gesicht.
Bis Ende 2009 werden es insgesamt 88 Rundbrief-Ausgaben sein. In den ersten Jahren unregelmäßig mit vier bis sieben Briefen versandt, wurden es seit 2003 regelmäßig vier Ausgaben pro Jahr.
Von 1992 bis 1999 verfasste Klaus Kahl die Briefe Nr. 1 bis 44, ab 2000 bis 2002 schrieb Dieter Bender die Briefe Nr. 45 bis 60. Ab 2003 setzt Hubertus Guschok die Briefe ab Nr. 61, die 2009 Nr. 88 erreichen werden.
Auch das Vereinslogo wurde neu gestaltet. Dokumentierte es ursprünglich die Verbundenheit zum heimischen Revier, weist es nun auf die weltweiten sammlerischen Aktivitäten der Marler Philatelisten hin.



MARLER POSTILLION

PostreiterTag der Briefmarke

Im Jahre 2006 gaben wir dem Vereins-Rundbrief ein neues Gesicht. Auf der Klausurtagung im Februar wurde der Rundbrief nach Mitgliederumfrage in MARLER POSTILLION umbenannt.
Das mit gutem Grund: Sucht man in postgeschichtlichen Texten nach Postillion, wird der "Gespannführer" als Postillion bezeichnet. Er war also Gespannführer eines Pferdefuhrwerks, das im Postbetrieb eingesetzt wurde, trug eine Uniform und blies das Posthorn. Damit war er berechtigt, Postsendungen anzunehmen und hatte Vorrang beim Benutzen der Verkehrswege, Fähren und Brücken.
Der Postillion wurde vom Posthalter eingestellt, der ihn auch bezahlte. Die Postverwaltungen hatten jedoch Vetorecht, stellten auch die Postuniform. Vor der Einführung der französischen Bezeichnung postillon oder postilion nannte man den Gespannführer Postknecht oder Postreiter. Postreiter hießen auch einzeln reitende Postillione. Das französische postillon stammt vom italienischen postiglione.
Umgangssprachlich bezeichnete man früher einen Postillion auch als Schwager, z.B. im Lied des thüringischen Dichters Rudolf Baumbach "Hoch auf dem gelben Wagen, sitz ich beim Schwager vorn...". Diese Bezeichnung ist eine Verballhornung des Wortes chevalier (Reiter ).
Von der Eigenschaft des Postillions als Botschaftsüberbringer ist auch die Bezeichnung "postillon d´amour" (Liebesbote) abgeleitet und meint damit einen Beförderer von mündlichen oder schriftlichen Nachrichten zwischen Verliebten.
So wird der neue Name unserer Mitteilungen gleichsam der "Gespannführer" für uns Marler Philatelisten, die die aktuellen Nachrichten stets mit großem Interesse aufnehmen.
Vielleicht ermuntert das unsere Mitglieder, selbst einmal zur Feder zu greifen und aus ihrem Fundus interessante Beiträge zu veröffentlichen. Das ergäbe mit Sicherheit Anregungen für Autoren und Leser. Die Redaktion würde sich auf diese Weise freuen, philatelistisches Wissen der Mitglieder zum Wohle aller zu nutzen.
Silbergroschenmarke2 Silbergroschen-Marke Preußens mit dem Bild des Preußen-Königs Friedrich Wilhelm IV., der von 1840-1858 regierte, aus der ersten Markenserie Preußens mit diesem Motiv, gültig vom 15.11.1850 bis 1857 während der Blütezeit der Postillion-Post. Der sehr seltene Vierring-Stempel Nr. 905 wurde Marl zugeordnet und hier verwendet.





(Dr. Juergen Krueger)

Soziales Engagement:

Die eingangs angesprochene Zusammenarbeit mit unserer Stadt und damit verbundene Verantwortung findet sich in zahlreichen Aktionen des Vereins:
1998 ergab sich während eines Offener Sammlertreffens in der Marler "Glück Auf-Schule" mit einer spontanen Sammelaktion ein willkommener Betrag und im Jahr 2000 durch Verkauf von über 80 kg Briefmarken eine Spende für die "Hospizbewegung Haltern".

Eine gleiche Aktion wurde 2001 unter der Schirmherrschaft der Bürgermeisterin Uta Heinrich veranstaltet, die der "Marler Tafel" einen Scheck übergab. Aus dem Mitgliedsvermögen wurde der "Marler Tafel" 2008 eine ansehnliche Summe gespendet. In der Jahreshauptversammlung im Januar 2009 stimmten die Mitglieder dann für eine ständige Mitgliedschaft im "Verein der Marler Tafel e.V.".

Für Geschädigte der Jahrhundertflut in den östlichen Bundesländern im Jahr 2002 wurden während eines Offener Sammlertreffens spontan € 175,00 gesammelt, die notleidenden Familien unserer Partnerstadt Bitterfeld übergeben wurden.

Nach der furchtbaren Tsunami-Katastrophe 2004 in Asien schloss sich der BSV einem Vorschlag aus der Pfarrgemeinde St. Michael-Marl an, an der sich auch die Stadt Marl beteiligte, und spendete aus einer spontanen Sammelaktion während der Jahreshauptversammlung 2005 den Betrag von € 304,00 über die Partnerschaft "Zukunft für Kottar" für die Flutopfer einer Gemeinde in Südindien.

Der Erls der gemeinsamen Mittagessen nach der Jahreshauptversammlung 2007 und 2008 wurde dem "Marler Hospizverein e.V." gespendet.

2003 und 2006 wurde aus dem Vereinsvermögen und Briefmarken-Verkäufen der "Kinderhilfe Tschernobyl-Marl e.V." eine Spende überwiesen, da dringend Finanzmittel für Transporte von Hilfsgütern und für vorteilhaften Einkauf in Russland benötigt wurden.


Bildung und Ausbildung:

Philatelistischer Führerschein

Im Sommer 2007 wurde den Vereinsmitgliedern der Philatelistische Führerschein ermöglicht. Sammeln von Briefmarken verlangt nicht nur Pinzette, Album und Katalog, auch Kenntnisse von Echtheit, Erhaltung, Farbbestimmung, Druck- und Trennungsarten, Gummierung oder Zähnung.

Ludwig Gröning, Klaus Kahl, Wolfgang Katzer, Dr. Juergen Krueger, Rudolf Kwiatkowski, Gerhard Rosin, Hans-Jürgen Schäfers, Jörg Schneider, Franz Petsch und Siegfried Wegner nahmen das Angebot des im letzten Jahr verstorbenen Sammlerfreundes Helmut Oppitz an. Die übergabe der "Führerscheine" erfolgte während des Großtauschtages 2008 in der Overbergschule am Volkspark in Alt-Marl.

Die philatelistische Ausbildung geht mit dem Diplom der Philatelistischen Akademie Bayern e.V. noch einen bedeutenden Schritt weiter. Wir sind stolz darauf, dass einige Vereinsmitglieder dieses Diplom, das im Fernkurs innerhalb 1½ Jahren und einer schriftlich-mündlichen Prüfung am Standort Hammelburg in Unterfranken erarbeitet wurde, erwarben. Diese Diplom-Philatelisten unseres Vereins erhielten die Urkunde der Philatelistischen Akademie Bayern: Viktor Sczesny 1997, Detlef Arend 1998 und Klemens-August Mahlkemper 2008.


Der gesellschaftliche Teil:

Neben fachlichen Vereinsaktivitäten, kamen gesellschaftliche Veranstaltungen nicht zu kurz. Es gab gemeinsame Fahrten, z.B. 1963 nach Mondorf in Luxemburg, 1972 zur Briefmarken-Weltausstellung nach Brüssel, 1995 zum Frachtpostzentrum nach Dorsten, 1999 zur Briefmarken-Weltausstellung nach Nürnberg und 2004 zur Präsentation des Buches "Auf Fahrt mit Passagieren, Fracht und Post" durch die Koehler-Verlagsgesellschaft im Hause Hapag-Lloyd in Hamburg.
Grillabende im Sommer, Jahresabschlussessen zum Jahresende, Teilnahme am Marler Besentag im Frühjahr und Besuche in Marls Partnerstädten ergänzen das Programm.


Ehrungen und Auszeichnungen:

Im Lauf der Jahre gab es von und für Mitglieder des BSV zahlreiche Ehrungen:

Die Ehrenplakette des BSV erhielten:
  • Lothar Hentschel am 19. Februar 1995
  • Jean Lepine, Creil am 5. März 1995
  • Victor Stancherie, Creil am 5. März 1995
  • Arno Poser am 19. Januar 1997
  • Franz Petsch am 13. Januar 1998
  • Heinz Poprawe am 26. November 1999
  • Gerhard Rosin am 20. Januar 2002
  • Manfred Arend im Januar 2004
Die BDPh-Urkunde in Bronze für "Verdienste um Forschung und Philatelie" erhielt:
  • Hubertus Guschok im Juni 2002
Die BDPh-Urkunde in Silber für "Verdienste um den BDPh und die Philatelie" erhielt:
  • Klaus Kahl im April 2004
Die BDPh-Urkunde in Bronze für "Verdienste um den BDPh und die Philatelie" erhielten:
  • Gerhard Rosin im Oktober 1991
  • Klaus Kahl im September 1998
  • Siegfried Klawuhn im Oktober 2000
  • Victor Sczesny im Oktober 2003
  • Paul Gardhoff, Wolfgang Tauz,
  • Hans Jürgen Schäfers im April 2004
  • Volker Behrens, Hubertus Guschok,
  • Dr. Juergen Krueger im April 2008

Der BSV beteiligte sich im Jahr 2000 an der vom NRW-Landesverband des BDPh angeregten Aktion "Kundenfreundliche Poststelle", die sach- und wunschgerechten Umgang mit Kunden bewertete. Von sechs Poststellen Marls bekamen drei Stellen exakt die gleiche Anzahl von 59 Stimmen der BSV-Mitglieder und erhielten eine Ehrenurkunde: Der "Postshop Heisterhagen" in Hüls, die Postagentur im Marler Stern und die Postagentur Marl 1 an der Barkhausstraße in Alt-Marl.


Literatur des BSV:

Außer der Publikation aktueller Berichte entstand durch Mitglieder des Marler Vereins auch eine bemerkenswerte, in Fachkreisen beachtete Literatur, die ein profundes philatelistisches Wissen dokumentiert:

1988 erschien im Eigenverlag von Klaus Kahl das Buch "Marler Postgeschichte". Vier Jahre intensiver Forschung belegen von der seit 1649 bestehenden Kurbrandenburger ReitposBuch Guschok 1t über Horneburg und Marl nach Dorsten in einer Kurzchronik der Stadt Marl die postalische Versorgung Marls seit 1927 mit Bildern der Marler Postämter und -stellen. In einem weiteren Teil werden Philatelisten besonders interessierende postalische Dokumente, als Rarität der älteste Marler Poststempel von 1845, gezeigt.

1999 legte Klaus Kahl, ebenfalls im Eigenverlag, das Buch "Postämter und Stempel im Wandel der Zeit" auf. Marler Postämter, Poststellen und -agenturen werden für die Zeit 1890-2000 nach Ortsteilen beschrieben. Weitere Kapitel zeigen Briefe und Postkarten von Marler Bürgern aus der Kriegsgefangenschaft, von Arbeitsdienstlagern in Marl, der Ruhrgebietsbesetzung 1923 und Feld- und Lagerpost beider Weltkriege. über 250 Marler Tages- Sonder- und Absender-Freistempel von 1855 bis 2000 wurden abgebildet. Das Buch wurde in Rang 3 Ausstellungen in Soest mit Vermeil, 2001 in Wuppertal mit Silber ausgezeichnet.

2004 erschien das von Hubertus Guschok verfasste Buch "Auf Fahrt mit Passagieren, Fracht und Post - Schifffahrtsgeschichte auf Briefmarken" in größerer Auflage bei der Koehler-Verlagsgesellschaft, Hamburg. Auf 176 Farbtafeln, fast 1.000 Briefmarken, Belegen und Stempeln in Original-Farben wurden unter dem geschichtlichen Umfeld über 750 Handelsschiffe, die seit der Antike bis zum 1. Weltkrieg segelten oder dampften, detailliert beschrieben und dokumentiert. Einleitende Kommentare, umfassendes Verzeichnis nach Geschichtsepochen, mit Schiffsnamen- und Briefmarkenregister ergänzen das Buch neben philatelistischer Dokumentation auch zum Nachschlagewerk.
Das Buch wurde der Presse und einer großen Anzahl interessierter Philatelisten und Schifffahrtsliebhabern vom Verlag und dem Vorstand der Hapag-Lloyd AG im Hause Hapag-Lloyd in Hamburg, zu dem Dr. Andreas Hahn, Leiter des Archivs für Philatelie der Museums-Stiftung Post und Telekommunikation, Bonn, die Würdigung hielt, vorgestellt.
Das Buch erhielt auf zwei Ausstellungen in der Literaturklasse die Bewertung Vermeil: In der Rang 2-Landes-Ausstellung RHEIN-RUHR-POSTA '05 in Leverkusen und auf der nationalen Rang 1-Ausstellung NAPOSTA '09 in Essen.

2007 veröffentlichte Klaus Kahl im Eigenverlag das Buch "Die ära Adenauer auf Stempeln". Alle dem Verfasser bekannte Sonder-, Ersttags-, Werbe-, Privat-, Maschinen- und Absenderfreistempel der Bundesrepublik, aus Berlin-West und der DDR, einschließlich DDR Propagandastempel des Postkrieges DDR-West-Berlin 1950-1956, werden mit über 180 Stempeln dokumentiert. Daneben werden Bilder aus Röhndorf, seiner Rosen, Unterschriften und Porträts gezeigt. Das Buch bekam auf der RHEIN-RUHR-POSTA '07 im Rang 2 den Wert Silberbronze, auf der LIPSIA '07 im Rang 1 Bronze, auf der SIEPOSTA '09 im Rang 3 Bronze. Das Exponat zum Thema erhielt hier Silber.

Der Schwaneberger Verlag wird im Dezember 2009 in Zusammenarbeit mit der BDPh-Arbeitsgemeinschaft NAVICULA den Michel-Motivkatalog "Schiffe" auflegen. Hubertus Guschok, Redakteur der NAVICULA-Enzyklopädie, schrieb für diesen Michelkatalog die Daten des Teils Amerika, dem Michel die Bilddateien zuordnet.



Buch Guschok 1Buch Guschok 2
Quellenangaben:

Abbildung 1. Umschlagseite: Archiv H. Madynski, Marl

Text "Eine gemeinsame Geschichte": nach Daten wikipedia

Abbildung Lageskizzen Haus Loe - Archiv H. Madynski, Marl

aus: Frühgeschichte bis 1914, Auflage 1993

Abbildung Signatur des Patronatsherren v. Twickel:

Archiv Wolfgang Tauz, Marl

Abbildung Pressebericht Vereinsgründung: Marler Zeitung

Abbildung Plakette Deutsche Einheit: Stadtarchiv Marl

Text "Kayserliche Reichspost 1764-1778":
nach diverser einschlägiger Literatur

Abbildung Lindenhof: Stadtarchiv MarlText "Notgeld CWH": nach Walter Haberstroh, Düsseldorf

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Der Sammler

by Arthur

Heimatverein Marl e.V.


Der Heimatverein in Marl
seit 1926

Sondermarke zum 65-jährigen Bestehen

Zum 65. Bestehen des Marler Philatelisten Vereins, veröffentlichten wir eine Sondermarke. Das Motiv sind die Jahreszahlen 1959 und 2024 untereinander. Rechts daneben ist das Vereinssymbol mit Briefmarken Sammler Verein Marl im rund umschrieben, in der Mitte befindet sich eine Weltkugel. Darunter ist links unten eine Lupe, welche die Zahl 65 "unter die Lupe" nimmt und rechts daneben steht in größeren Buchstaben: "Briefmarken Sammler Verein Marl 1959 e.V."

Weihnachtsmarke 2024

Im Dezember 2024 gab der BSV Marl eine Weihnachtsmarke mit Motive zur 50 Jahrfeier des MARLER-STERN heraus. Die Briefmarke hat einen Portowert von 0,85 €.